Das Programm für die kardiovaskuläre Notfallmedizin ist eines von vielen Angeboten, das die American Heart Association offeriert. Im Gegensatz zur gängigen Annahme erhält die American Heart Association weder von einer US-Regierungsstelle noch von internationalen Institutionen finanzielle Mittel. Dennoch hat die American Heart Association im Jahr 2005 genügend Einnahmen erzielt, um über 140 Millionen US-Dollar in wissenschaftliche Forschungsarbeiten zu investieren. Über die Hälfte aller Einnahmen stammt aus privaten Spenden. Der Rest der Summe kommt von Firmenspenden, Abonnement-Erlösen und aus Verkäufen des Schulungsmaterials der American Heart Association - der Unterlagen für Kursteilnehmer und Instruktoren im Bereich der kardiovaskulären Notfallmedizin. Ohne diese Vielfalt der Einkommensquellen wäre die American Heart Association nicht in der Lage, so viele Programme und Leistungen anzubieten, die helfen, Leben zu retten.
Die American Heart Association unterstützt und initiiert Studien, deren Ergebnisse in die Programme der Gesellschaft Eingang finden. Diese Ergebnisse werden in hochrangigen internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, die ihrerseits einem strengen unabhängigen Gutachterverfahren - in Amerika heißt das "Peer Review" - unterliegen. Es sind dies die Zeitschriften:
Neben den genannten Zeitschriften erhalten die Interessierten aus den Institutionen des Gesundheitswesens auch Zugang zu vielfältigen anderen Informationen auf der Website der American Heart Association: .: my.americanheart.org
Andere groß angelegte Programme für medizinisches Fachpersonal beinhalten die Scientific Sessions Confererence, die üblicherweise 1.500 Präsentationen und Poster enthält und jährliche Besuchszahlen zwischen 28.000 und 30.000 aufweist, sowie das Qualitätsverbesserungsprogramm "Get with the Guidelines".
Die American Heart Association wendet sich nicht nur an medizinisches Fachpersonal. Sie vereint mehr als 20 Millionen Freiwillige und Spender allein in den USA. Eines der Programme, genannt "Go Red for Women", wurde ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf zu lenken, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Nummer eins unter den Todesursachen bei Frauen sind.
Das Ernährungsprogramm hilft Familien, eine Ernährung zu wählen, die gut für das Herz-Kreislauf-System ist. Schulungsmaterial hilft Verbrauchern, die Beziehung zwischen Herzerkrankungen, Diabetes und unseren Ernährungsgewohnheiten zu verstehen, um so eine gesundheitsbewusste Ernährung zu fördern.
Obwohl der Name der Organisation den Eindruck vermitteln könnte, die Programme seien nur auf ein Land ausgerichtet, finden die Programme der American Heart Association Anwendung in weltweit über 100 Ländern. Das Programm der kardiovaskulären Notfallmedizin unterstützt CPR Trainings in mehr als 80 Ländern mit Material in 17 Sprachen. Instruktoren der American Heart Association trainieren und überprüfen die jeweils Verantwortlichen bei der Einrichtung eines neuen Trainingscenters.
Die Entwicklung der aktuellen ECC Guidelines (ECC = emergency cardiovascular care) hat vor über drei Jahren in Zusammenarbeit mit anderen ILCOR-Mitgliedern begonnen (ILCOR = International Liaison Committee on Resuscitation). Folgende Organisationen sind zur Zeit Mitglied: der European Resuscitation Council, der Australia/New Zealand Resuscitation Council, der Resuscitation Council von Südafrika, die Heart and Stroke Foundation von Kanada und die Inter-American Heart Foundation. Ein erster Höhepunkt in der Arbeit der ILCOR war 2005 ein einwöchiges Treffen in Texas/Dallas, das über 350 Repräsentanten des medizinischen Fachpersonals von ILCOR-Mitgliedern besuchten. Auf diesem Treffen wurden über 400 Arbeitsblätter zu 260 Themen im Bereich Wiederbelebung bearbeitet. Das Ergebnis der Konferenz war das Papier "2005 ILCOR Consensus in Science", das im November 2005 veröffentlicht wurde. Davon ausgehend haben die American Heart Association und andere resuscitation councils die ECC Guidelines entwickelt. Diese beschreiben, wie das erforschte Wissen im medizinischen Arbeitsalltag angewendet wird. Ausgehend von den 2005 AHA Guidelines on ECC and CPR , die im Dezember 2005 veröffentlicht wurden, hat die American Heart Association Schulungsmaterialien entwickelt, um CPR einer großen und vielfältigen Anzahl von Menschen näher zu bringen, beginnend bei den erfahrenen Mitarbeitern im Gesundheitswesen bis hin zu Teenagern an Schulen.